Goethe-Gesellschaft Siegburg e.V.
Maximilian Jacobi, Daguerreotypie, um 1850, 5x7 cm
Zustiftung H. Jacobi; Goethe-Museum-Düsseldorf

 


Pflege-Patenschaft
für die Grabstätte des
Dr. Maximilian Jacobi

* 10. April 1775, Düsseldorf        18. Mai 1858, Siegburg

auf dem alten Friedhof zu Siegburg


Die Frage nach einer Verbindung der Kreisstadt Siegburg zum Geheimen Rat Johann Wolfgang von Goethe in Weimar kann personell beantwortet werden: Teil der Antwort ist die in einem herrlichen Briefwechsel dokumentierte Freundschaft Goethes zu Friedrich Heinrich Jacobi und dessen Sohn, Maximilian.

Eben jener Maximilian Jacobi wurde nach seinem nicht unbeachtlich von Goethe patronisierten und begleiteten Medizinstudium in Jena der Gründungsdirektor der ersten Provinzial-Irrenheilanstalt im ehemaligen Abteigebäude auf dem Siegburger Michaelsberg. Über die genaueren Umstände und den Fortgang der Anstaltsgründung unterrrichtet Maximilian Jacobi den »väterlichen Freund« in Weimar mit einem auf den 5. Mai 1825 datierten Brief, der erhalten und heute unter der Signatur GSA 28/1040 in den Beständen des Goethe- und Schiller-Archivs in Weimar zu finden ist (vgl. Heimatblätter des Rhein-Sieg-Kreises 71 (2003), S. 170-181). Aus diesen Beschreibungen Jacobis war Goethe »das artige Städtchen [...] am Fuße des Hügels« also – zumindest seit Mai 1825 – ein Begriff.

 

Am 18. Mai 1858 starb der inzwischen über die Grenzen Deutschlands hinweg hoch renommierte Psychiater (vgl. Heimatblätter des Rhein-Sieg-Kreises 74 (2006), S. 102-126), Dr. Maximilian Jacobi, im Alter von 83 Jahren in Siegburg und wurde auf dem Friedhof an der Johannesstraße beigesetzt.

Die Grabstätte befindet sich bis auf den heutigen Tag dort und ist nunmehr durch eine Vereinbarung mit der Kreisstadt Siegburg aus dem Jahr 2006 im Rahmen einer »Patenschaft« der GGSU zur Pflege übergeben.

 

Das pflegende Andenken der Siegburger Goethe-Gesellschaft führt hier mithin zu einer andenkenden Pflege von »Goethe-Erbe« in einem weiteren (oder weitesten) Sinne.

Über die Pflegefrüchte unserer Patenschaft wird an dieser Stelle in Kürze zu berichten sein; auch ein optischer Eindruck der Grabstelle soll dann hier gewährt werden können.